Grußwort

Die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. veranstalten in Leipzig zum erstenmal einen gemeinsamen Kongress. Er steht unter dem Motto "Information und Öffentlichkeit".

Die Informations- und Wissensgesellschaft entwickelt sich mit großer Dynamik. Der Informationstransfer wirkt heute als bestimmender Wirtschaftsfaktor. Auf dem Leipziger Kongress kommen mit Bibliothekaren und Dokumentaren zwei Berufsgruppen zusammen, bei denen "Information" im Zentrum ihrer Arbeit und ihrer Dienstleistung steht. Dies soll der gemeinsame Kongress nach innen und nach außen demonstrieren.

Die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e.V. fungiert als Dachverband und vertritt die deutschen Bibliotheken mit ihrem Fachpersonal. Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. arbeiten zu einem großen Teil in Unternehmen und fühlen sich der Wirtschaft verbunden. Doch die Unterschiede zwischen den Anforderungen der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes verschwinden mehr und mehr. Für Nutzer und Kunden in der Informationsgesellschaft sind ausschließlich Dienstleistung, Service und Produkte von hoher Qualität und Verlässlichkeit interessant.

Das Programm des Leipziger Kongresses 2000 zeigt drei Schwerpunkte: elektronische Medien in Bibliothek und Dokumentation, Vermittlungstechniken der Information und des Wissens sowie deren berufspolitische und internationale Rahmenbedingungen.

Wenngleich Bibliothekare und Dokumentare in unterschiedlichen Institutionen arbeiten und verschiedene Zielgruppen bedienen, wenden sie sich doch an eine gemeinsame Öffentlichkeit. Sie offerieren als gemeinsames Produkt Wissen und Informationen, deren Wert und Kosten in Deutschland noch immer unterschätzt werden. Aufklärung und Überzeugungsarbeit ist deshalb notwendig und gehört zu den Zielsetzungen des gemeinsamen Kongresses.

Der Leipziger Kongress 2000 "Information und Öffentlichkeit" von BDB und DGI wird auch unter einem ökonomischen Aspekt gemeinsam durchgeführt. Er will die Vielfalt der Tagungen, Kongresse und Ausstellungen im Umfeld von Bibliotheken und Informationsvermittlern zu einer großen Veranstaltung zusammenfassen. Damit werden nicht nur die Kosten für die Tagungsteilnehmer gesenkt, sondern die ausstellenden Firmen erhalten ein konzentriertes und

wirkungsvolles Forum. Zeitlich und örtlich eng mit der Leipziger Buchmesse

verbunden, öffnet sich der Kongress seinen wichtigsten Partnern: den Autoren, Verlagen, Software-Firmen und Buchhandlungen.

Dieser erste gemeinsame Kongress ist ein Experiment. Wir sind zuversichtlich, dass es gelingt und dass es Impulse für gemeinsame berufspolitische Aktivitäten und Initiativen gibt. Wir danken der Leipziger Messe GmbH für ihre Unterstützung und freuen uns auf anregende Veranstaltungen in den schönen, futuristischen Kongressräumen und Messehallen.

 

Prof. Birgit Dankert Dr. Horst Neißer
Sprecherin der BDB Präsident der DGI

 

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