3.000 Bibliothekare und Dokumentare auf der LEIPZIGER BUCHMESSE

 

Wichtige Fachbesucher-Gruppe tagt 2000 im Congress Center Leipzig

Internet und elektronische Medien bieten nicht nur neue Wege, sondern auch neue Gründe, Bibliotheken und Archive zu benutzen. Wer kann die Informationsfülle besser aufbereiten als Bibliothekare und Dokumentare? Vom 20. bis zum 23. März 2000 tagen etwa 3.000 Fachleute der Branche beim ersten gemeinsamen Kongreß der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e.V. (BDB) und der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. (DGI) im Congress Center Leipzig (CCL). Unter der Überschrift "Information und Öffentlichkeit" werden sie - in Anbindung an die LEIPZIGER BUCHMESSE, die vom 23. bis zum 26. März die Tore öffnet - die Herausforderungen der elektronischen Medien und die veränderten Kundenwünsche im europäischen Kontext diskutieren.

"Wir erwarten etwa 240 Referenten in Leipzig", sagt Frau Prof. Dr. Birgit Dankert, die Sprecherin des BDB. "Das ist ein anspruchsvolles Programm. Sie werden sich in Vorträgen, Workshops und Diskussionen den Themenkreisen Information und Öffentlichkeit, Politik und Recht, Aus- und Fortbildung, Information und Technik widmen." Die Festrede des Kongresses werde die Bundesministerin der Justiz Frau Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin halten, so Birgit Dankert. Ergänzt wird der Kongreß von einer Fachausstellung in Halle 1 des Neuen Messegeländes, wo sich etwa 150 Aussteller unter einem Dach präsentieren werden.

Gefragte Fachbesuchergruppe Bibliothekare und Dokumentare

"Bibliothekare und Dokumentare sind eine wichtige Besuchergruppe für die LEIPZIGER BUCHMESSE. Bereits 1993 hatten wir den 5. Deutschen Bibliothekskongreß in Leipzig zu Gast. Die abermalige Wahl der Messestadt und die Verlegung des traditionellen Termins der Tagung zu Pfingsten auf März spricht für die Anziehungskraft der Buch- und Medienstadt Leipzig mit der LEIPZIGER BUCHMESSE", sagt Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH.

Aus der traditionellen Klientel der LEIPZIGER BUCHMESSE haben sich vor allem kleinere wissenschaftliche Verlage, Anbieter von Dienstleistungen für das Buchwesen und die Aussteller der Antiquariatsmesse auf die Zielgruppe der Bibliothekare und Dokumentare spezialisiert. Das bewiesen schon Veranstaltungen der Branche in den vergangenen Jahren. Zuletzt diskutierte 1999 ein international prominent besuchtes Forum unter dem Titel "EXPLOIT - Jenseits der alten Grenzen - Europas Bibliotheken auf neuen Wegen" Thesen zum Wissenstransfer und zum Zugriff auf Wissen und Information. Allein innerhalb der Länder der Europäischen Union gibt es etwa 96.000 Bibliotheken mit 1,5 Milliarden Publikationen, die nicht immer leicht zugänglich sind - sowohl für Laien als auch für Wissenschaftler, Journalisten und andere Nutzer.

Bibliotheksstadt Leipzig

Mit der Deutschen Bücherei, ältester Teil der Deutschen Nationalbibliothek, zählt Leipzig zu den wichtigsten Bibliotheksstädten Europas. Die Deutsche Bücherei Leipzig wurde 1912 aufgrund einer Initiative von Buchhändlern und Verlegern gegründet und ist heute Standort für 4,8 Millionen Bücher und eine Vielzahl anderer Medien. Sie sammelt alle in Deutschland erscheinenden und die deutschsprachigen Veröffentlichungen des Auslands sowie im Ausland erscheinende Germanica und Übersetzungen deutschsprachiger Werke ab 1913. Heute gehören auch hier Online-Recherchen und die Sammlung digitaler Netzpublikationen zum Alltag.

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1. September 1999

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