Mittwoch, 22.3.2000

Stadtrundfahrt zum Thema "Gutenberg-Jubiläum"

Eine exklusive Stadtrundfahrt mit Werkstattbesuchen und Besichtungen, u.a. EXPO-Projekt Zentrum für Bucherhaltung, Werkstätten und Museum für Druckkunst und Künstlerhaus Hohenossig. Auf der Fahrt durch den Stadtteil Plagwitz Informationen zur EXPO 2000 - Plagwitz auf dem Weg ins 21. Jahrhundert - den Wandel zeigen.

In Leipzig, der traditionsreichen Buch- und Verlagsstadt, entstand im Stadtteil Plagwitz, ein Museum der Druckkunst, einmalig durch die Reichhaltigkeit und Vielfalt seiner Exponate, dazu gehört alles, was während einer langen Entwicklung im graphischen Gewerbe für die Herstellung von Büchern und Drucksachen gebraucht wurde. Das Besondere: alle diese Geräte, Werkzeuge und Maschinen werden nicht als stumme Zeugen ihrer Zeit präsentiert, sondern führen die Arbeitsmethoden in lebendiger Form praktisch vor. Vernissagen, jährliche Druckgrafik-Symposien, wechselnde Ausstellungen in der hauseigenen Galerie gehören zum Angebot des Künstlerhauses Hohenossig wie die Nutzung der Gastatelierräume für auswärtige Künstler. In der Werkstatt wird mit drei handbetriebenen Krause-Pressen der Jahrhundertwende und einer handbetriebenen Hochdruckpresse, Dingler´sche Maschinenfabrik Zweibrücken/Saarland (Bj. 1850), gearbeitet.

Entstanden aus dem Zentrum für Bucherhaltung der Deutschen Bücherei Leipzig bietet das ZFB alle bestandserhaltenden Dienstleistungen unter einem Dach aus einer Hand, über 30jährige Praxiserfahrung und einen wissenschaftlich technischen Höchststand, der in dieser Form einmalig in der Welt ist, basierend auf einer Erfindung von Dr. Wolfgang Wächter. Der Service umfaßt weltweit anerkannte und einmalige Verfahren, wie das Massenentsäuerungsverfahren der Deutschen Bibliothek und die Papierstabilisierung durch mechanisierte Spaltverfahren.

EXPO 2000 - Plagwitz auf dem Weg ins 21. Jahrhundert - Den Wandel zeigen Der Industriepionier Dr. Karl Heine und andere Gründungsväter planten und bauten ein komplettes Stadtquartier mit Industrie, Straßen- und Wasserwegen sowie Wohnhäusern für Fabrikarbeiter. Zu DDR-Zeiten vernachlässigt, wird dieses wertvolle Potential nun infrastrukturell und städtebaulich neu genutzt. Der einst zu 80% versiegelte Boden in Plagwitz erfährt die "grüne Wende". Durch Umnutzung von Industriedenkmälern entsteht Arbeitsfläche mitten in der Stadt. Ruhige Straßen und verzweigte Wasserwege machen Plagwitz aber auch für Menschen, die eher unkonventionelle Wohnformen suchen, zu einem anziehenden Ort. Der Karl-Heine-Kanal ist inzwischen komplett saniert. In drei Abschnitten wird der unterirdisch geführte Pleißemühlgraben wieder geöffnet, womit der Stadt urbane Qualitäten zurückgegeben werden.

Buchungsnummer 13

Abfahrt: 14 Uhr
Dauer: ca. 5 Std.
Treffpunkt: LTS, Richard-Wagner-Str. 1
Kosten pro Person: 38,00 DM (zuzügl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich / Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen

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