Haus des Buches

Im Dezember 1993, genau 50 Jahre nach der Zerstörung des Leipziger Graphischen Viertels, zwischen Seemann-Karree und Buchhändler-Lehranstalt, folgte der erste Spatenstich für das hausdesbuches.jpg (140959 Byte)"Haus des Buches", das sich nun seit 1996 zum literarischen Zentrum, Treff für Bücherfreunde und Büchermacher, und kultureller Begegnungsstätte entwickelt, mit rund 1000 qm eine der größten der Bundesrepublik.

Unter seinem Dach sitzen mehr als ein Dutzend Vereine für Literatur, Buch und Sprache. Anders als beim 1886/88 an gleicher Stelle von Heinrich Kayser und Karl von Großheim errichteten Deutschen Buchhändlerhaus, das - in wilhelminischem Pomp schwelgend - als gesellschaftliches Zentrum der Stadt, ja der buchhändlerischen Nation angelegt war, besticht die neue Architektur durch Funktionalität und Sachlichkeit. Die Fassade aus Klinker und Naturstein zitiert den Vorgängerbau.

Und wer das Literaturcafé über die rekonstruierte Freitreppe des alten Buchhändlerhauses verläßt, findet sich in einem weitläufigen Garten wieder, unter den Kronen mächtiger Bäume plätschert eine Wasserkaskade, die Blüten japanischer Azaleen explodieren im Frühjahr in Blau und Gelb.

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