Plagwitz auf dem Weg ins 21. Jahrhundert (Expo) - Den Wandel zeigen

 

Plagwitz war das wichtigste Industriequartier Leipzigs. Der Industriepionier Dr. Karl Heine und andere Gründungsväter planten und bauten ein komplettes Stadtquartier mit Industrie, Straßen- und Wasserwegen sowie Wohnhäusern für Fabrikarbeiter. Zu DDR-Zeiten vernachlässigt, wird dieses wertvolle Potential nun infrastrukturell und städtebaulich genutzt und umgenutzt.

expo.jpg (341522 Byte)Karl Heines Vision, Leipzig mit einem Kanal an Wasserstraßen anzuschließen, um Schiffe bis Hamburg führen zu können, scheiterte. Der Karl-Heine-Kanal ist jedoch inzwischen komplett saniert. Ein weiteres Vorhaben ist für Leipzig von großer Bedeutung geworden: in drei Abschnitten wird der unterirdisch geführte Pleißemühlgraben wieder geöffnet, womit der Stadt urbane Qualitäten zurückgegeben werden.

Durch Umnutzung von Industriedenkmälern entsteht Arbeitsfläche mitten in der Stadt. Einzug hielten Technologie- und Gewerbeparks, das BIC, Buisiness- und Innovationscenter.

Ruhige Straßen und verzweigte Wasserwege machen Plagwitz aber auch für Menschen, die eher unkonventionelle Wohnformen suchen, zu einem anziehenden Quartier. Die Bausubstanz ist weitgehend saniert. Im Wohn- und Büropark "Weiße Elster", ehemals Industriebrache, befinden sich jetzt 430 Wohnungen und 1500qm Bürofläche in direkter Nachbarschaft am Wasser. Das Gelände der ehemaligen Buntgarnwerke, durch die weiße Elster geteilt, soll auf der südlichen Seite in Zukunft neue, außergewöhnliche Wohnungen (Lofts, Ateliers) in alten Gebäuden beherbergen.

Alte Industriegleise - vor 150 Jahren systematisch zur Erschließung des Gebietes angelegt - durchziehen Plagwitz. Aus diesem Gleisnetz soll in den nächsten 2 Jahren ein Wegenetz entstehen. Ein Stadtteilpark entsteht, der terassenartig zum Wasser hinunterführt. Der einst zu 80% versiegelte Boden in Plagwitz erfährt die "grüne Wende"

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