Runde Ecke- Museum

In dem "Museum in der Runden Ecke" wird Leipzigs jüngere Geschichte eindringlich lebendig. Hier, in zentraler Lage, befand sich bis 1989 die Bezirksverwaltung des DDR-Staatssicherheitsapparates, an dem im Volksmund als "Runde Ecke" bezeichneten Gebäude entlang drängten sich im Herbst 1989 Zehntausende Montagsdemonstranten, protestierten gegen Regierung und Staatspartei, gedachten mit Kerzen und Plakaten an dieser Stelle auch der Opfer der STASI, des DDR-Geheimdienstes.

Heute hat die ständige Ausstellung "STASI - Macht und Banalität" des Bürgerkomitees Leipzig an diesem Ort ihr Domizil, die betont sachliche Präsentation in den original erhaltenen Räumen beinhaltet vorwiegend protokollarisches Material, das bei der Besetzung des Gebäudes in der Nacht vom 4. zum 5. Dezember 1989 von mutigen Bürgern Leipzigs sichergestellt und damit vor der endgültigen Vernichtung durch Mitarbeiter des MfS gerettet wurde. Anhand von Dokumenten, gefälschten Ausweisen, Stempeln und Abhöranlagen wird die Arbeitsweise eines allumfassenden Unterdrückungsapparates nachvollziehbar.

Besonders perfid war die Anfertigung von Geruchsproben von Menschen, die in das gnadenlose Netz des MfS gerieten. Mit dem originalgetreuen Nachbau einer Zelle der ehemaligen Haftanstalt soll den Opfern der Willkür gedacht werden.

 

 

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