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Um
1212 als Klosterkirche des Augustiner-Chorherrenstifts St. Thomas errichtet, Umbau zur
spätgotischen Hallenkirche 1482/96, auffällig das große Steildach und der
Renaissanceturm. Am Pfingstsonntag 1539 predigte Martin Luther zur Einführung der
Reformation. Der berühmteste Thomaskantor, J. S. Bach, wirkte von 1723 bis zu seinem Tode
1750 in Leipzig, sein Grab befindet sich seit 1950 im Chorraum der Kirche. Der Thomanerchor gestaltet die wöchentlichen Motetten und
singt im Gottesdienst. Seit 1993 steht der 500 Jahre alte Flügelaltar aus der 1968
gesprengten Universitätskirche in der Thomaskirche. Nach umfangreichen
Restaurierungsarbeiten an Kirche und Turm finden im Jahr 2000 eine Vielzahl von Konzerten
und Veranstaltungen zum 250. Todestages von J.S. Bach statt. |