Die Universitätsbibliothek Leipzig wurde als zweitälteste
deutsche Universitätsbibliothek 1543 gegründet. Die erhebliche Zunahme der
Verlagsproduktion und die Übernahme großer Büchersammlungen - darunter die
Goethe-Sammlung des Verlegers Salomon Hirzel - führten 1891 zum Umzug in den
Bibliotheksneubau in der Beethovenstraße, das Gebäude im Stil der Neorenaissance wurde
nach Entwürfen des Architekten Arwed Roßbach erbaut. 1945 wurde die Bibliotheca
Albertina zu zwei Dritteln zerstört. Die ausgelagerten Bestände und Kataloge blieben
jedoch weitgehend unversehrt. Bis 1955 wurde ein Teil der zerstörten Magazine wieder
aufgebaut. Danach fehlten fast 40 Jahre die finanziellen Mittel für die Rekonstruktion
des Gebäudes. Neben der
Hauptbibliothek Bibliotheca Albertina, deren Wiederaufbau seit Herbst 1992 bei
vollem Bibliotheksbetrieb vorangeht, gibt es 47 Zweigstellen.
Die Hauptbibliothek wird bis zum Jahr 2002
zur geisteswissenschaftlichen Zentralbibliothek der Universität ausgebaut. Im
Lesesaalbereich werden dann 700 Leseplätze und ein Freihandbestand von 440.000 Bänden
zur Verfügung stehen.
Bestand: 4,5 Mill Bde (801.000
Dissertationen), 8.900 laufend bezogene Zeitschriften und zahlreiche CD-ROMs. On-line
Katalog im Internet.
Historische Bestände: 8.700 Handschriften,
3.600 Inkunabeln, 173.000 Autographen, Sammlungen von Nachlässen, Münzen, Papyri,
Ostraka, Porträtstichen, Bildnissen und Karten.
Sondersammelgebiete: Kommunikations- und
Medienwissenschaften, Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften, Archivbibliothek
der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. |