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 Digitalisierung musikgeschichtlicher Quellen - Projekte und Perspektiven (#55)

Moderation:   Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, Dr. Barbara Wiermann
Hochschule für Musik und Theater Leipzig - Leipzig, Deutschland
Themenkreis:   07 - Innovative Formen der Bewahrung des kulturellen Erbes in Bibliotheken
Zeit:   Donnerstag 04. Juni 2009 16:00 - 18:00
Raum:   Panoramasaal
     

 

Vortrag:

5. Konzertprogramme online - Chancen für die Wissenschaft (#175)

Dr. Barbara Wiermann
Hochschule für Musik und Theater Leipzig - Leipzig, Deutschland

Konzertprogramme führen in Bibliotheken bis heute ein Schattendasein. Sie sind meist nur lückenhaft überliefert, weit gestreut und schlecht erschlossen. Für die Wissenschaft sind sie damit nur schwer zugänglich und in der Auswertung sehr aufwendig. Der hohe Wert dieser Alltagsdokumente des Musiklebens für die musikwissenschaftliche Forschung ist jedoch unbestritten.

Aufgrund zahlreicher Faktoren entwickelte sich Leipzig im 19. Jahrhundert zu einer europaweit beachteten Musikstadt. Das reiche Musikleben ist in einmaliger Weise in Konzertprogrammen dokumentiert, die heute über Bibliotheken, Museen und andere Kultureinrichtungen verteilt sind. In einem von der  Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater Leipzig initiierten Projekt sollen ca. 15.000 Leipziger Konzertprogramme aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert, die sich derzeit in  sechs verschiedenen Institutionen befinden,  virtuell zusammengeführt und gemeinsam erschlossen werden. Damit soll ein zentraler Quellenbestand, der die Vielschichtigkeit und Dynamik der Entwicklung der Musikstadt Leipzig dokumentiert, für die Wissenschaft zugänglich gemacht werden.

Der Vortrag widmet sich sowohl den Rahmenbedingungen als auch konkreten Fragen der Umsetzung des Projekts. Thematisiert werden die gewählten Kooperationsstrukturen. Einen Fragenkomlex bilden die Kriterien der Erschließung von Konzertprogrammen, für die bisher Standards fehlen. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausführungen liegt auf technischen Anforderungen und Lösungsmöglichkeiten.  Abschließend werden Perspektiven zur Erschliessung weiterer Konzertprogrammsammlungen diskutiert. 

 

 

 


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