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 Bibliotheken zwischen Computerspielen und Blogs - neue Herausforderungen für Kinder- und Jugendbibliotheken (#57)

Moderation:   Janette Achberger
Hamburger Öffentliche Bücherhallen - Hamburg, Deutschland
Themenkreis:   06 - Bibliotheken in Kommunen – Impulse für Kultur, Kommunikation, Integration
Zeit:   Donnerstag 04. Juni 2009 16:00 - 18:00
Raum:   Bistro
     

 

Vortrag:

2. "Lesen - gucken - hören" - der literarische Jugendblog der Solinger Stadtbibliothek (#184)

Claudia Elsner-Overberg
Stadtbibliothek und Medienzentrum Solingen - Solingen, Deutschland

Typische Jugendblogs gibt es schon in verschiedenen Bibliotheken der Welt. Sie präsentieren spezielle Angebote (News and Youth Services) für die Zielgruppe und stellen sie animierend zusammen.

Im Herbst 2006 ging in Solingen ein Jugendblog online. Er hat den eingängigen und einfachen Titel: “LESEN, GUCKEN, HÖREN”. Unter http://blog.jubiso.de/ bloggen mehr als 30 Schülerinnen und Schüler über Bücher, Filme und andere Medien. Knapp 700 Artikel sind in den ersten beiden Jahren erschienen, die Anzahl der Kommentare nähert sich der Zahl 1000. Im November 2007 erhielten die jugendlichen Bloggerinnen einen der Hauptpreise des Wettbewerbs „nrw: neues lernen 2007“.
Der Blog verzeichnet nach fast zwei Jahren an die 300.000 Besuche, die Anzahl der Klicks auf die einzelnen Beiträge hat die Millionengrenze überschritten. Insgesamt wurden mehr als 2,2 Mio. Anfragen an die Seite geschickt. Es werden deutlich mehr Bücher als Non-Books besprochen, was in der Solinger Stadtbibliothek für Überraschung sorgte. Die von den Jugendlichen zur Einordnung der Besprechungen verwendeten Kategorien sind beinahe deckungsgleich mit der Interessenkreisaufstellung der Solinger Jugendbibliothek. Die jungen Leute geben sich gegenseitig Lesetipps und vergeben zur Kurzbewertung mit Wonne gelbe Sternchen – das ist außerschulische Lese- und Schreibförderung im Web 2.0. Täglich von zwei Editorinnen auf verdächtige Beiträge geprüft, hat sich der Solinger Jubiso-Blog bis jetzt als äußerst „sauber“ erwiesen und Nachahmer in anderen Bibliotheken gefunden.
Der Blog ist auf dem privaten Webspace der Bibliotheksdirektorin zu Hause und läuft unter WordPress. Die Software selbst ist kostenlos und enthält standardmäßig keine Werbung.
Über eine zusätzliche Mailingliste können die jungen Leute gegenseitig Kontakt aufnehmen und sich zu Treffen im „Real Life“ verabreden: Das wird rege genutzt!


 


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