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 Bibliothek – Archiv – Museum: Gemeinsame Strategien zu Erhaltung, Erschließung und Vermittlung von Kulturgut (#133)

Moderation:   Reinhard Feldmann
Themenkreis:   07 - Innovative Formen der Bewahrung des kulturellen Erbes in Bibliotheken
Zeit:   Donnerstag 04. Juni 2009 09:00 - 12:00
Raum:   Halle 2 | Raum 1
     

 

Vortrag:

2. Das Virtuelle Kupferstichkabinett (VKK) des Herzog Anton Ulrich-Museums Braunschweig und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (#580)

Ad Stijnman
Herzog August Bibliothek - Wolfenbüttel, Deutschland

Seit Frühjahr 2007 arbeiten das Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel in enger Kooperation an der digitalen Zusammenführung und Erschließung ihrer umfassenden graphischen Bestände. Die Zusammenarbeit der beiden Institutionen findet ihre Begründung im Hinblick auf die gemeinsamen Wurzeln und die enge historische Verflochtenheit der Sammlungen des Museums und der Bibliothek. Schon seit dem 16. Jahrhundert haben die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg Graphik gesammelt und in ihre Büchersammlungen eingeordnet. Der neuesten Mode folgend hat Herzog Carl I. Mitte des 18. Jahrhunderts in Braunschweig neben einem Museum auch ein Kupferstichkabinett eingerichtet, für dessen Ausstattung zahlreiche graphische Blätter aus der Bibliothek in das Museum verbracht wurden. 1928 gingen noch einmal 10.000 Kupferstiche, Holzschnitte und Zeichnungen von Wolfenbüttel nach Braunschweig. Trotz dieser Abgaben befinden sich heute immer noch mehr als 100.000 graphische Blätter in der Bibliothek, die zusammen mit den rund 100.000 Blättern des Braunschweiger Museums ein hochkarätiges Kupferstichkabinett bilden mit Stücken aus dem Anfang der Graphikproduktion im 15. Jahrhundert bis etwa 1800. Der Vortrag wird auf die Geschichte der Sammlungen und besondere Funde an Hand ausgewählter Beispiele eingehen sowie das von der DFG geförderte Digitalisierungsprojekt vorstellen. Erläutert werden die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus der Datenbank zur Erforschung der Bestände in beiden Institutionen ergeben. Es soll insbesondere verdeutlicht werden, wie auch institutionell getrennte Bestände virtuell vereinigt und Graphik und Bücher nicht separat, wie weithin noch immer üblich, sondern im Zusammenhang erforscht werden können.

http://www.virtuelles-kupferstichkabinett.de

 


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