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Blockveranstaltung in "Mein Progamm" übernehmen

 
 Open Data und Open Access - Rollen, Umsetzung und Werkzeuge (#116)

Moderation:   Roland Bertelmann 1, Dr. Stefan Winkler-Nees 2
1Helmholtz Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ - Potsdam, Deutschland; 2Deutsche Forschungsgemeinschaft - Bonn, Deutschland
Themenkreis:   05 - Bibliotheken in Wissenschaft und Studium
Zeit:   Freitag 05. Juni 2009 09:00 - 12:00
Raum:   Halle 2 | Raum 2
     

Neben dem zunehmend realisierten freien Zugang zu Textpublikationen gewinnt die Forderung nach dem offenen Zugang zu Forschungsdaten immer mehr an Relevanz. Im Rahmen der kürzlich angestoßenen Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisation wird dringender Handlungsbedarf hinsichtlich der systematischen Sicherung, Archivierung und Bereitstellung der Forschungsdaten festgestellt.

Seit 2005 unterstützt das Helmholtz Open Access Projekt die Helmholtz-Zentren bei der Umsetzung des Open Access. Für die konkrete Projektarbeit wurde das Helmholtz Open Access Koordinationsbüro eingerichtet. Dieses fördert die Diskussion zu Open Access innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft und berät die Helmholtz-Zentren bei Ihren Open-Access-Aktivitäten. Dabei stellen sich besondere Anforderungen in Bezug auf die verteilte sowie technisch heterogene Repositorienlandschaft der Gemeinschaft. Im Themenkomplex Open Data haben sich in den Geowissenschaften beispielhafte Dienste etabliert, wie z.B. das Publishing Network for Geoscientific & Environmental Data – PANGAEA oder die Open-Access-Zeitschrift Earth System Science Data (ESSD). Letztere widmet sich der qualitätsgesicherten Publikation von Forschungsdaten. Mit der Forderung nach Open Data und der digitalen Langzeitarchivierung von Forschungsdaten sind infrastrukturelle Dienstleister in wissenschaftlichen Einrichtungen, wie z.B. Bibliotheken, gefordert innovative Dienste im Rahmen des Forschungsdatenmanagements bereitzustellen. International wird über die Rolle und die möglichen Aufgaben für den Akteur „Data Librarian“ diskutiert. Beispiele für solche Konzepte entstehen z.B. in der Hochenergiephysik. Im Rahmen des integrierten Informationssystems INSPIRE werden Open-Access-Publikationen (z.B. im Rahmen von SCOAP3 - Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) sowie Forschungsdaten dank des innovativen Informationswerkzeugs INSPIRE wissenschaftsnah nachgewiesen und zugänglich gemacht.

In sechs Vorträgen berichten Akteure aus der deutschen Wissenschaftslandschaft über ihre Strategien, Aktivitäten und Erfahrungen im Kontext von Open Access und Open Data.

Vorträge:

1. Umgang mit Forschungsdaten - die Aktivitäten der AG Forschungsdaten in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen (#482)

Dr. Hans Pfeiffenberger
Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung - Bremerhaven, Deutschland

2. Publikation und Austausch von Forschungsdaten. Ergebnisse aus Umfragen des EU-Projektes PARSE.Insight (#111)

Beate Sturm 1, Beate Sturm 2
1SUB Göttingen - Göttingen, Deutschland; 2Max Planck Digital Library (MPDL) - München, Deutschland

3. Umgang mit Forschungsdaten in den Geowissenschaften (#487)

Sünje Dallmeier-Tiessen, Dr. Hans Pfeiffenberger
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung - Bremerhaven, Deutschland

4. INSPIRE - innovatives Informationsmanagement in der Hochenergiephysik (#492)

Dr. Annette Holtkamp
DESY - Hamburg, Deutschland

5. SCOAP3: Aktueller Stand und Anforderungen an die deutschen Bibliotheken (#300)

Dr. Ralf Schimmer
Max Planck Digital Library - München, Deutschland

6. "Data Librarianship" - Rollen und Aufgaben (#488)

Heinz Pampel 1, Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm 2, Roland Bertelmann 3
1Helmholtz-Gemeinschaft - Potsdam, Deutschland; 2Fachhochschule Potsdam - Potsdam, Deutschland; 3Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum - GFZ - Potsdam, Deutschland

 


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