< zurück
Blockveranstaltung in "Mein Progamm" übernehmen

 
 Field librarian - mittendrin in Forschung und Lehre (#42)

Moderation:   Dr. Renke Siems
vdb - Braunschweig, Deutschland
Themenkreis:   05 - Bibliotheken in Wissenschaft und Studium
Zeit:   Mittwoch 03. Juni 2009 13:30 - 15:30
Raum:   Halle 3 | Raum 2
     

"Aus weniger mach mehr" lautet das bibliothekarische Paradigma der Gegenwart: aus weniger Ressourcen sollen umfangreichere und hochwertigere Dienste entstehen, vom exzellenten Bestandsaufbau gar nicht zu reden. Im Fokus dieses Chiasmus' stehen immer wieder die Fachreferentinnen und -referenten: Sie sind für den Bestandsaufbau verantwortlich, sie sollen die Abstimmung mit den Instituten und Fakultäten leisten und im Rahmen ihrer Verwaltungsaufgaben haben sie die Steuerung der anvertrauten Ressourcen inne.
In den USA wird mit field librarianship ein Modell diskutiert, das in dieser schwierigen Situation Hilfe bieten soll. Die Ausgangslage ist auch dort, dass bei knapper werdenden Ressourcen sowohl ein effizienter Bestandsaufbau als auch qualitativ hochwertige Dienste angeboten werden sollen. Das Ziel ist eine verbesserte Integration von Forschung, Lehre und Bibliotheksdiensten: die bibliothekarische Kompetenz soll direkt in den Fakultäten angeboten werden. Bibliotheken und Fakultäten bewegen sich dabei stark aufeinander zu: Arbeitsplatzprofile werden gemeinsam entwickelt, Stellenbewerber gemeinsam ausgewählt und der Bibliothekar - wiewohl von der Bibliothek geführt - ist in der Fakultät beheimatet. Das gewünschte Ergebnis einer solchen "Einbettung" in die Fakultät ist, dass der field librarian seitens Forschung und Lehre eher als Kollege denn als externer Ansprechpartner gesehen wird, viele Dinge schneller besprochen werden (oder überhaupt zur Sprache kommen) und die Bedürfnisse vor Ort konsequent und zeitnah in bibliothekarische Dienste gemünzt werden können. Der Unterschied zum "traditionellen" Fachreferenten oder zum Leiter einer dezentralen Bibliothek ist die direktere Einbeziehung in die wissenschaftliche Community. Ebenso wird der field librarian häufig von Verwaltungsaufgaben befreit, um mehr Zeit für die Bedürfnisse von Forschung und Lehre zu haben.
Ein interessantes Modell, das zugleich viele gewichtige Fragen aufwirft: schließlich sind stimmige Servicemodelle und die Steuerung der Gesamtbibliothek unter diesen Bedingungen nicht leicht zu handhaben. Diese Sektion wird daher ein breites Spektrum abdecken.

Vorträge:

1. Fachreferent, Universitätsbibliothekar oder Informationsspezialist? Allein oder im Team? -
Zukünftige Aufgaben und Organisation der Fachreferenten an der UB in Trondheim (#450)

Dr. Almuth Gastinger
Universitätsbibliothek Trondheim - Trondheim, Norwegen

2. Field librarianship avant la lettre - das Konstanzer Modell des Fachreferats (#138)

Petra Hätscher, Werner Allweiss
Bibliothek der Universität Konstanz - Konstanz, Deutschland

3. Im Feld - aber auch vom Fach? Fachreferat als wissenschaftsnahe Dienstleistung (#139)

Dr. Christiane Holtz
ULB Bonn - Bonn, Deutschland

4. Field librarianship in den USA: Servicemodelle - benötigte Ressourcen - Organisationswandel der Bibliotheken (#136)

Dale S. Askey
Kansas State University - Manhattan, KS, USA

 


< zurück zur Tagesübersicht